Rechtsanwaltskanzlei Ermiştekin - Rechtsanwaltskanzlei für Arzthaftungsrecht und Familienrecht
 


Trennung- Scheidung-Online Scheidung

Die Ehescheidung erfolgt auf Antrag eines oder beider Ehegatten durch gerichtlichen Beschluss. Dazu muss ein Ehepartner beim zuständigen Familiengericht einen Scheidungsantrag stellen.

Das Scheidungsrecht verlangt, dass die Ehepartner den Scheidungsantrag erst beim Familiengericht einreichen können, wenn sie mindestens ein Jahr getrennt voneinander gelebt haben.

Derjenige Ehepartner, der den Antrag stellt, hat den Umstand des Getrenntlebens vor Gericht auch zu beweisen, insbesondere wenn der andere Ehepartner den Umstand des Getrenntlebens bestreitet. Ist die Trennung nicht sicher nachzuweisen, kann das Gericht den Scheidungsantrag zurückweisen.

Die Trennung führt dazu, dass die Eheleute ihre häusliche Gemeinschaft aufheben und ihre eheliche Lebensgemeinschaft beenden.

Dafür zieht meistens einer der Ehepartner aus der gemeinsamen Ehewohnung aus.

Hat der Ehepartner jedoch keine Wohnung gefunden (ist leider immer häufiger der Fall) und verbleibt in der Ehewohnung, müssen die Räume aufgeteilt und der persönliche Hausrat getrennt werden.

Die Trennung von „Tisch und Bett“ besteht darin, dass die Gemeinschaftsräume wie Badezimmer und Küche gemeinsam genutzt werden dürfen. Aber innerhalb der Wohnung hat jeder einen eigenständigen Haushalt zu führen, sprich gekocht und gewaschen wird nicht für den anderen Ehepartner, vom gemeinsamen Urlaub wird abzusehen sein. Praktisch gesehen, sollte keine Ehe gelebt werden, sondern nur eine WG!

Steht die Wohnung im Eigentum beider Partner oder sind beide Mieter, hat kein Partner das Recht, den anderen vor die Tür zu setzen und ihm den Zutritt zur Wohnung zu verweigern. Tauscht er gar das Wohnungsschloss aus, begeht er „verbotene Eigenmacht“. Der andere kann darauf bestehen, dass ihm der Zutritt zur Wohnung gewährt wird. Dafür stehen dem „ausgeschlossenen“ Ehepartner Rechtsbehelfe zur Verfügung, welche im Eilverfahren gestellt werden

Rechtsbehelfe können auch in Anspruch genommen werden, wenn das Zusammenleben innerhalb der Wohnung für die Ehepartner unzumutbar ist.

Dafür kann der Antrag auf Zuweisung der Ehewohnung gestellt. Die eheliche Wohnung wird einem Partner allein zugewiesen, wenn z.B. Gewalttätigen zu befürchten sind.

Fehlt es daran werden die Eheleute bis zur rechtskräftigen Scheidung innerhalb der Ehewohnung getrennt leben müssen.

In den Fällen, indem Gefahr für Leib und Leben droht, können zudem Anträge nach dem Gewaltschutzgesetz (Kontakt- und Näherungsverbot gestellt werden. Das Gericht wird zugunsten dem geschädigten Ehepartner Schutzmaßnahmen anordnen, Das Gericht kann verbieten, die Wohnung des Partners zu betreten oder sich in einem bestimmten Umkreis zur Wohnung aufzuhalten.

Wenn die Eheleute sich hinsichtlich der Scheidung einig sind, erfolgt die Scheidung dann „einvernehmlich“.

Bei einer einvernehmlichen Scheidung genügt es, wenn sie das Trennungsjahr vollzogen haben, ein Partner die Scheidung beantragt und der andere zustimmt. Kostensparend ist, dass bei einer einvernehmlichen Scheidung nur ein Rechtsanwalt beauftragt werden muss, der den Scheidungsantrag bei Gericht einreicht. Derjenige Partner, der nur zustimmt, benötigt dann keinen eigenen Rechtsanwalt.

Will ein Ehepartner jedoch nicht geschieden werden, erfolgt die Scheidung „streitig“. Dann kann das Familiengericht die Scheidung erst nach einer dreijährigen Trennungszeit beschließen. Unabdingbar ist die Notwendigkeit eines eigenen Rechtsanwaltes.

Zwangsläufig fallen die Gebühren für zwei Rechtsanwälte an, die die Kosten des Verfahrens insgesamt erhöhen.


Online-Scheidung

„Online-Scheidung“ bedeutet lediglich, dass die Kontaktaufnahme und Beauftragung mit dem Mandat nicht vor Ort in meinen Kanzleiräumen stattfinden muss, sondern Sie mich online mit der Einleitung und Durchführung Ihres Scheidungsverfahrens beauftragen können. Die Einreichung der Unterlagen kann bequem, auch über den elektronischen Weg übersendet werden.

Das sich anschließende Scheidungsverfahren ist bei der Online Scheidung hinsichtlich des Scheidungsrechts identisch.

Das wird auf die einvernehmliche Scheidung verwiesen werden können. Sie müssen

natürlich zwecks Anhörung auch vom zuständigen Richter/Richterin zu den Scheidungsvoraussetzungen angehört werden.

Sollten sich Fragen stellen und auch persönlicher Redebedarf bestehen, können Sie natürlich jederzeit einen Termin in meinen Kanzleiräumen vereinbaren.